Die Endoskopie als Dienstleistung im Krankenhaus betrachtet, arbeitet mit vielen Berufsgruppen zusammen, z. B. Labor, Ambulanz, Röntgenabteilung, Stationen und dem ärztlichen Dienst.
Untersuchungen bezüglich der Wartezeit der Patienten haben gezeigt, dass oftmals unvollständig vorbereitete Patienten oder fehlende Unterlagen zu unvorhergesehenen Verzögerungen im gesamten Ablauf der Endoskopie führen. Die Länge bzw. Kürze der Wartezeit ist u. a. ein ganz wichtiges Indiz für die Patientenzufriedenheit. Deshalb sollten zur Erreichung einer reibungslosen Überleitung der Patienten von Station zur Endoskopie Vorbereitungsstandards entwickelt werden.
Struktur-, Prozess- und Ergebnisstandards sind voneinander abhängig und fließen in den jeweiligen Pflegestandard ein. Innerhalb des Pflegestandards verschwindet diese deutliche Unterscheidung.
Zur besseren Übersicht und bequemen Handhabung kann für die Gestaltung der Standards die tabellarische Form gewählt werden. Durch die Einheitlichkeit in der Arbeitsweise kann jederzeit ein/eine anderer/andere Kollege/in der Endoskopie den Arbeitsbereich übernehmen. Die Standards dienen weiterhin als Grundlage und Hilfestellung bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Dadurch, dass sie schriftlich festgelegt sind kommt es in diesem Fall zu keinem Qualitäts- oder Niveauverlust.
In Anlehnung an den Pflegeprozess bzw. an das Problemlösungskonzept wird bei der Erstellung eines Standards wie folgt vorgegangen:
Seit dem Inkrafttreten des Gesundheitsstrukturgesetzes sind die Krankenhäuser verpflichtet sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu beteiligen. Dies soll sich auf die Bereiche Behandlung, Versorgungsabläufe und Behandlungsergebnisse erstrecken.
Krankenhäuser stehen heute untereinander im Wettbewerb. Patienten können sich vorher über das Krankenhaus und seine Abteilungen informieren. Damit die Qualität der pflegerischen Versorgung gemessen und bewertet werden kann, muss sie in einer systematisch organisierten Form erfolgen.
Pflegestandards sind schriftlich fixierte Tätigkeitsmerkmale definierter Leistungen. Sie beschreiben den Behandlungsweg und lassen ihn dadurch für jeden transparent und nachvollziehbar werden. Standards dienen der Leistungserfassung und in unserem Fall des Nachweises der pflegerischen Tätigkeit in der Endoskopie. Auf den ersten Blick ist die Arbeit in der Endoskopie sehr technikorientiert. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig den pflegerischen Anteil herauszuarbeiten und die Professionalität darzustellen. Sie setzen Qualitätsmaßstäbe, die den Patienten und Mitarbeitern in vielerlei Hinsicht zugute kommen. Damit ist nicht nur die Arbeitorganisation gemeint sondern auch die pflegerische Notwendigkeit und Professionalität um Stellen zu sichern. Die Zeiten mit knapper werdendem Budget und Personal werden immer schwieriger und umso wichtiger ist es die Tätigkeit in ihrer Gesamtheit darzustellen. Pflegestandards (einschließlich Vorbereitungs-, Durchführungs-, Nachsorgestandards und standardisierte Übergaben) sind in diesem Fall ein anerkanntes und nützliches Instrument
Qualität ist nicht automatisch vorhanden, sondern muss immer wieder neu erarbeitet werden.
Durch regelmäßige Reflektion, Beurteilung und Aktualisierung fördern Standards die Fehlerver- meidung und somit die Qualitätssicherung. Überflüssige Leistungen werden erkannt und von vorne herein unterlassen. Standards sollen so ausgestattet sein, dass sie genügend Freiraum für den Einzelfall und die Individualität der Patienten lassen. Die Schriftform dient der Dokumentation und auch zur rechtlichen Absicherung.
Qualität ist nach der Definition von Avedis Donabedian die Übereinstimmung zwischen dem Pflegeergebnis und den zuvor formulierten Zielen. Im Mittelpunkt der pflegerischen Überlegungen steht der Patient mit seinen Wünschen, Erwartungen, Ressourcen und seinen Ängsten. Der Standardent- wicklung liegt eine klare Patientenorientierung durch Einbeziehen von Merkmalen aus dem Krankenpflegeprozess zugrunde. Demnach geben die Patienten vor welche Fähigkeiten sie haben und wo sie unterstützende Pflege benötigen. Die individuelle Pflege, die geleistet wird ist die Summe aus Situationseinschätzung, der sozialen Kompetenz und dem aktuellen medizinischen Wissensstand der Pflegepersonen. Ferner sollten Standards der Endoskopie ein Handlungsablaufschema der verschiedenen Untersuchungen und Therapien sein um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu sichern. Wichtig dabei ist es vorher abzuklären, was anwendbar und praktikabel ist, damit die Sicherheit der Patienten, des Personals und die Kontinuität in den Arbeitsabläufen gewährleistet wird.
Entsprechend dem amerikanischen Wissenschaftler Donabedian bietet es sich an Struktur-, Prozess- und Ergebnisstandards zu formulieren.
Strukturstandards beschreiben die Rahmenbedingungen unter denen die Pflege erbracht wird. Dazu gehören z. B. bauliche und technische Ausstattung und die Qualifikation der Mitarbeiter.
Prozessstandards beschreiben die Art und den Umfang des pflegerischen Handelns. Dazu gehören z. B. Pflegeplanung und Durchführung, Assistenz und Dokumentation. Außerdem beinhalten sie sämtliche Abläufe zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.
Ergebnisstandards beschreiben das Ziel welches erreicht werden soll. Dazu gehören z. B. Pflegeziele, Gesundheits- und Zufriedenheitszustand der Patienten / innen und Pflegepersonen.
In Zeiten der DRG-Einführung, Kostendämpfung und Budget-Deckelung geht es u. a. darum dem Personalabbau zu widerstehen. Leider berücksichtigt die PPR (Pflegepersonalberechnung, wird nur noch als internes Bemessungsinstrument genommen) die Funktionsabteilungen nicht. Umso wichtiger ist es gerade hier die pflegerische Arbeit darzustellen. In der Endoskopie überwiegt auf den ersten Blick die Technik, aber es ist ja nicht so, dass die Patienten ihr krankes Organ bei uns zur Untersuchung abgeben, sondern es kommt ein Mensch zu uns mit seinen individuellen Erwartungen, Gefühlen, Ängsten und seiner Situation. Die fachlich, soziale und Kompetenz ermöglicht es den Pflegepersonen den Aufenthalt in der Endoskopie Abteilung für die Patienten so angenehm und stressfrei wie möglich und den Untersuchungsverlauf routiniert und reibungslos zu gestalten. Der Focus sollte also auch zunehmend mit auf die eigentlich pflegerische Tätigkeit gerichtet und dokumentiert werden. Ich würde unsere Arbeit einteilen in
professionelle therapeutische Assistenz und in
professionelle pflegerische Assistenz.
Professionelle therapeutische Assistenz würde die Tätigkeiten beschreiben, die zur direkten Assistenz bei den Eingriffen erfolgt z.B.
Professionelle pflegerische Assistenz
Die Feststellung dieser Aufgaben erfolgt in Standards, sind für jeden nachvollziehbar und sichern das Aufgabengebiet der qualifizierten und professionellen Pflege in der Endoskopie.
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Einleitung |
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Pflegeleitlinie zur Ösophago-Gastro-Duodenoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Koloskopie / Proktoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Bronchoskopie |
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Pflegeleitlinie zur ERCP / plus Interventionen |
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Pflegeleitlinie zur PEG / Wechsel / Entfernung |
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Pflegeleitlinie zur PTC D |
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Pflegeleitlinie zu Blutstillungsverfahren |
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Pflegeleitlinie zur Polypektomie |
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Pflegeleitlinie zur Endosonographie / mit Punktion |
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Pflegeleitlinie zur Intestinoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Apc Therapie |
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Pflegeleitlinie zur Hf-Chirurgie |
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Pflegeleitlinie zur LASER Anwendung |
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Pflegeleitlinie zum Verizenbanding |
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Pflegeleitlinie zur Leberpunktion |
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Pflegeleitlinie zur Mucosaresektion |
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Pflegeleitlinie zur Chromoendoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Feinnadelpunktion |
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Pflegeleitlinie zur Thorakoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Endocinch Therapie |
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Pflegeleitlinie zur Dilatation / Bougierung |
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Pflegeleitlinie zur Stentlegung im Ösophagus |
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Pflegeleitlinie zum Biopsieversand |
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Pflegeleitlinie zur Instestinoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Kapselendoskopie |
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Pflegeleitlinie zur Beckenkammpunktion |
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Pflegeleitlinie zur Pleuradrainage |
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Pflegeleitlinie zum Versand von Biopsien |
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Pflegeleitlinie zur Patintenannahme |
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Pflegeleitlinie zur Patintenlagerung |
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Pflegeleitlinie zur Aufbereitung / Verschiedene |
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Pflegeleitlinie zur endoskopischen Fremdkörperentfernung |
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Beispiele
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Stichwortsuche |
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